Das von Beginn weg interdisziplinär arbeitenden Architekturbüro Anarchitekton ist 1993 von Andreas Wenger, Basel zusammen mit seinem damaligen Partner Peter Bölsterli, Bern gegründet worden. Entstanden aus der Erkenntnis heraus, dass es angesichts umweltspezifischer und gesellschaftlicher Veränderungen einer Umorientierung auf sämtlichen Ebenen, also auch im Bereich der Architektur bedarf, hat sich das Büro insbesondere der Suche nach neuen adäquaten Entwurfsstrategien verschrieben. Durch das Zusammenführen kultureller, ökologischer, sozialer und technisch-wissenschaftlichen Überlegungen eröffnen sich neue Gestaltungsoptionen prozesshafter Vorgehensweisen, welche Anarchitekton hauptsächlich in Bereichen der Umgestaltung oder des Re-Designs umzusetzen bemüht ist.
Der Name Anarchitekton erklärt sich aus der Übernahme des durch Wolfgang Welsch geprägten Begriffspaares Ästhetik und Anästhetik. Anästhetik bezeichnet im Sinne Welsch`s die Grundlage, welche Ästhetik (Wahrnehmung), bzw. Architektur überhaupt ermöglicht.